6 nimmt!Spielregeln & Wertung
2–10 Spieler · Limit 66
Verdeckt wählen, aufsteigend anlegen, und wer die sechste Karte legt, kassiert die Reihe. So wird 6 nimmt! gespielt und bis zum 66er-Limit gezählt.
Auf den Tisch: Eigenes Deck, 104 Karten
Zählt zusammen, offline und ohne Konto.
Das Spiel in einem Absatz
104 Zahlenkarten, und auf jeder lauern ein bis sieben Hornochsen: 6 nimmt! ist das Spiel, bei dem alle gleichzeitig eine Karte wählen und dann zusehen, wo sie hinmuss. Vier Reihen wachsen auf dem Tisch, und wer die sechste Karte in eine Reihe legen müsste, nimmt die fünf liegenden — samt allen Hornochsen, und die sind Minuspunkte. Sobald jemand 66 voll hat, ist Schluss, und es gewinnt, wer die wenigsten gesammelt hat. Zwei bis zehn Leute, von Wolfgang Kramer, seit 1994 bei Amigo.
Das Anlegen
Jede Runde beginnt gleich: Alle suchen sich verdeckt eine Handkarte aus und decken gleichzeitig auf. Angelegt wird der Reihe nach, die niedrigste zuerst — und zwar immer an die Reihe, deren letzte Karte am nächsten unter der eigenen liegt. Aussuchen darf man sich die Reihe also nicht, die Zahlen entscheiden.
Zwei Fälle räumen ab: Wer die sechste Karte in eine Reihe legen müsste, nimmt die fünf liegenden zu sich, und die eigene Karte eröffnet die Reihe neu. Und wer eine Karte aufgedeckt hat, die niedriger ist als alle vier Reihenenden, muss sich eine Reihe aussuchen und sie nehmen — auch hier eröffnet die eigene Karte die Reihe neu. In beiden Fällen gilt: Die eigene Karte kassiert man nie mit.
Die Hornochsen
Genommene Karten wandern auf den eigenen Stapel, gezählt wird am Rundenende. Was eine Karte kostet:
- Fünferzahlen (5, 15, 25 …) — 2 Hornochsen
- Zehnerzahlen (10, 20, 30 …) — 3 Hornochsen
- Schnapszahlen (11, 22, 33 …) — 5 Hornochsen
- die 55 — Fünfer und Schnapszahl zugleich: 7 Hornochsen
- alle übrigen Karten — 1 Hornochse
Das ganze Deck trägt 171 Hornochsen. Die häufigste Zählfalle am Tisch: die eigene gelegte Karte zu den kassierten dazuzurechnen — sie gehört nie dazu, sie liegt ja als neue Reihe auf dem Tisch.
Wertung und Limit
Nach zehn Karten ist die Runde vorbei — jeder hatte zehn auf der Hand. Jetzt zählt jeder die Hornochsen seines Stapels und schreibt sie an; wer nichts genommen hat, schreibt die Null, dafür gibt es den Knopf.
Gespielt wird Runde um Runde, bis jemand am Rundenende das Limit erreicht: offiziell 66, kürzere Partien enden bei 33, längere bei 100 — auf der Tafel beim Anlegen der Partie wählbar. Dann gewinnt, wer die wenigsten Hornochsen gesammelt hat.
Die Profivariante
Für Runden, denen das Grundspiel zu glücksgetrieben ist, kennt das Heft die Profivariante: Gespielt wird nur mit den Karten 1 bis Spielerzahl mal zehn plus vier — zu dritt also 1 bis 34. Alle Karten liegen offen aus, und reihum sucht sich jeder seine zehn Handkarten selbst aus; die vier übrigen eröffnen die Reihen. Aus Kartenglück wird Planung, angeschrieben wird wie immer.
Taktik in drei Sätzen
Die 55 und die Schnapszahlen wollen früh gespielt sein, solange die Reihen noch Platz haben. Karten knapp über einem Reihenende sind die sichersten der Hand — wer sie hortet, legt entspannt, wenn andere zittern. Und eine billige Reihe absichtlich zu nehmen ist kein Unfall, sondern ein Werkzeug: Wer mit einer kleinen Karte eine Zwei-Hornochsen-Reihe abräumt, macht den Tisch für alle anderen gefährlich.
Und jetzt anschreiben
Namen eintragen, Runden anschreiben — die Tafel rechnet, die Kurzregeln stehen daneben.
6 nimmt! anschreiben6 nimmt! gibt es seit 1994, heute bei Amigo.