EscaleroSpielregeln & Wertung

2–8 Spieler · 3 Spalten

Escalero ist Würfelpoker mit fünf Pokerwürfeln, drei freien Kolonnen und Serviert-Bonus. Wie gewertet und mit 1, 2 und 4 Partiepunkten abgerechnet wird.

Auf den Tisch: Fünf Pokerwürfel

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Zählt zusammen, offline und ohne Konto.

Das Spiel in einem Absatz

Escalero ist das Würfelpoker der österreichischen Wirtshäuser: Fünf Würfel zeigen statt Augen die Kartenbilder Neun bis Ass, gespielt wird auf einen Block mit drei Kolonnen je Person. Jede Kolonne ist ein eigener kleiner Zettel mit denselben zehn Zeilen — und am Ende zählt nicht die große Gesamtsumme, sondern das Duell Kolonne gegen Kolonne. Klassisch spielen es zwei; am Tisch geht es auch in größerer Runde.

So läuft ein Zug

Bis zu drei Würfe: Nach dem ersten und zweiten dürfen beliebig viele Würfel liegen bleiben, und auch schon beiseitegelegte dürfen zurück in die Hand. Spätestens nach dem dritten Wurf muss das Ergebnis in eine noch freie Zelle — Zeile und Kolonne sind dabei völlig frei, einen Reihenfolge-Zwang gibt es beim Escalero nicht.

Passt gar nichts, wird eine beliebige freie Zelle gestrichen: Null eintragen, die Zelle ist verbraucht. Jede Person füllt 3 Kolonnen × 10 Zeilen, also 30 Züge — dann ist der Block voll.

Die Zeilen und ihre Werte

Oben die sechs Bilderzeilen — es zählen nur die passenden Würfel, jeder nach seinem Rang:

  • Neuner: je 1 Punkt (drei Neuner = 3).
  • Zehner: je 2 Punkte.
  • Buben: je 3 Punkte.
  • Damen: je 4 Punkte.
  • Könige: je 5 Punkte.
  • Asse: je 6 Punkte.

Unten die vier Kombinationen mit festen Werten — und dem Serviert-Bonus: Liegt die Kombination komplett im ersten Wurf aus der Hand, zählt sie mehr. Wer danach noch würfelt, verspielt den Bonus.

  • Straße (fünf in Folge, Ass bis Zehn oder König bis Neun): 20, serviert 25.
  • Full House (Drilling plus Paar): 30, serviert 35.
  • Poker (vier gleiche): 40, serviert 45.
  • Grande (fünf gleiche): 50, serviert 80 — der große Sprung des Blocks.

Das Kolonnen-Duell

Am Ende wird jede Kolonne für sich zusammengezählt und mit derselben Kolonne der anderen verglichen. Wer Kolonne I gewinnt, bekommt 1 Partiepunkt, Kolonne II bringt 2, Kolonne III bringt 4 — wer alle drei holt, bekommt 2 obendrauf, zusammen also 9. Steht eine Kolonne gleich, geht sie leer aus.

Das macht die Taktik aus: Die dritte Kolonne ist mehr wert als die beiden anderen zusammen — gute Würfe gehören dorthin, gestrichen wird lieber links. Abgerechnet werden die Partiepunkte klassisch nach Tisch-Schlüssel, ums Getränk oder über mehrere Partien; die Tafel zeigt die Kolonnensummen live und rechnet die Partiepunkte laufend mit.

In größerer Runde gilt dasselbe sinngemäß: Die Kolonne gewinnt, wer dort alleinig die höchste Summe hat.

Varianten

Verbreitete Abweichungen: die Straße zählt 25 (serviert 30) — dafür gibt es auf der Tafel ein Häkchen bei den Sonderregeln. Manche Blöcke führen den servierten Grande als eigene Zeile „Doppel-Grande“ mit 100 Punkten, andere Tische spielen nur eine Kolonne je Person oder werten die drei Kolonnen einfach, doppelt und dreifach — das sind Hausformen, die Tafel folgt der Piatnik-Anleitung.

Nicht verwechseln: Der verdeckte Würfelpoker mit Ansagen und Bluff („drei Asse!“) ist ein anderes Spiel — beim Escalero liegt alles offen.

Und jetzt anschreiben

Namen eintragen, Runden anschreiben — die Tafel rechnet, die Kurzregeln stehen daneben.

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