UNOSpielregeln & Wertung

2–10 Spieler · bis 500

Bei UNO wird nach Farbe, Zahl oder Symbol abgelegt, vor der letzten Karte ruft man „UNO“. Aktionskarten, Kartenwerte und die Wertung bis 500.

Auf den Tisch: Eigenes Deck, 112 Karten

UNO anschreiben

Zählt zusammen, offline und ohne Konto.

Das Spiel in einem Absatz

UNO ist ein Ablegespiel mit eigenen Karten: Reihum legt jeder eine Karte auf den Stapel, die in Farbe, Zahl oder Symbol zur obersten passt. Wer nicht kann, zieht. Aktionskarten lassen den Nächsten ziehen oder aussetzen, drehen die Richtung oder wünschen eine Farbe. Wer zuerst alle Karten los ist, gewinnt die Runde und bekommt die Punkte, die die anderen noch in der Hand halten. Wer so als Erster 500 Punkte sammelt, gewinnt die Partie. Wer Mau-Mau kennt, kennt das Prinzip. Zwei bis zehn Leute, erfunden 1971 von Merle Robbins, heute bei Mattel.

Karten und Aufbau

Das Deck hat vier Farben: Rot, Gelb, Grün und Blau. Jede Farbe hat eine 0, je zwei Karten von 1 bis 9 und je zwei Zieh Zwei, Retour und Aussetzen. Dazu kommen vier Farbenwahl- und vier Zieh-Vier-Karten, zusammen 108 Karten. Schachteln seit 2015 haben 112: eine Handtausch-Karte und drei Blankokarten, auf die der Tisch eigene Regeln schreibt.

Jeder zieht eine Karte, die höchste Zahl gibt. Jeder bekommt sieben Karten, der Rest liegt verdeckt als Stapel in der Mitte, die oberste Karte wird daneben aufgedeckt. Wer links vom Geber sitzt, beginnt.

Ablegen und Ziehen

Gelegt werden darf, was zur obersten Karte passt: auf eine rote 7 jede rote Karte oder jede 7, auf ein grünes Aussetzen jedes Grün oder ein anderes Aussetzen. Farbenwahl passt immer.

Wer nichts Passendes hat, zieht eine Karte vom Stapel und darf sie sofort legen, wenn sie passt. Man darf auch ziehen, obwohl man legen könnte, darf dann aber nur die gezogene Karte spielen. Ist der Stapel leer, wird der Ablagestapel bis auf die oberste Karte gemischt und neu ausgelegt.

Die Aktionskarten

  • Zieh Zwei: Der Nächste zieht zwei Karten und setzt aus.
  • Retour: Die Spielrichtung dreht sich.
  • Aussetzen: Der Nächste ist nicht dran.
  • Farbenwahl: Wer sie legt, bestimmt die Farbe, mit der es weitergeht.
  • Zieh Vier: Wer sie legt, bestimmt die Farbe, und der Nächste zieht vier Karten und setzt aus. Sie ist nur erlaubt, wenn man keine Karte in der aktuellen Farbe hat.
  • Handtausch: Je nach Auflage tauscht man die Hand mit einem Mitspieler oder alle Hände werden eingesammelt, gemischt und neu verteilt.

Eine Zieh Vier darf angezweifelt werden, aber nur von dem, der ziehen soll. Er sieht die Hand des Legers: War die Karte unerlaubt, zieht der Leger die vier Karten. War sie erlaubt, zieht der Zweifler sechs.

„UNO“ rufen und das Rundenende

Wer seine vorletzte Karte legt, ruft „UNO“. Wer es vergisst und erwischt wird, bevor der Nächste seinen Zug beginnt, zieht zwei Karten.

Die Runde endet, sobald einer seine letzte Karte gelegt hat. Ist das eine Zieh Zwei oder Zieh Vier, zieht der Nächste die Karten noch, und sie zählen mit.

Die Wertung

Wer die Runde gewonnen hat, bekommt die Punkte aller Karten, die die anderen noch in der Hand halten:

  • Zahlenkarten 0 bis 9: ihr Wert
  • Zieh Zwei, Retour, Aussetzen: 20
  • Farbenwahl, Zieh Vier: 50
  • Handtausch- und Blankokarten: 40

Ein Beispiel zu dritt: Anna ist leer, Ben hält eine 7, eine 9 und eine Zieh Zwei, das sind 36 Punkte. Cleo hält eine Farbenwahl und eine 3, das sind 53. Anna bekommt 89.

Auf der Tafel zählt jeder seine eigene Hand und trägt sie ein, bei Anna wird „Sieger“ angetippt. Das schreibt ihre 0 und gibt ihr die Summe der anderen. Die Hinweiszeile zeigt schon beim Tippen, was der Sieger bekommt, im Kopf addieren muss niemand. Die Werte stehen neben dem Stand. Wer mit anderen Werten spielt, zählt so, wie der Tisch es vereinbart hat.

Wann die Partie endet

Wer als Erster 500 Punkte erreicht, gewinnt. Weil in jeder Runde nur der Sieger Punkte bekommt, kommt immer genau einer über die Linie. Beim Anlegen der Partie sind auch 200 für die kurze Partie und 1 000 für den langen Abend wählbar.

Das Heft kennt eine zweite Zählweise: Jeder sammelt die Punkte seiner eigenen Handkarten, und hat einer 500 erreicht, gewinnt, wer die wenigsten hat. Dafür gibt es die Tafel UNO Minuspunkte, beim Anlegen der Partie über der Namensliste umschaltbar. Außerdem beschreibt das Heft Challenge UNO: Wer das Limit erreicht, scheidet aus, bis zwei übrig sind. Das führt die Tafel nicht.

Zu zweit und im Team

Zu zweit wirkt Retour wie Aussetzen: Wer sie legt, ist gleich noch einmal dran, ebenso nach einem Aussetzen. Nach einer Zieh Zwei oder Zieh Vier ist, sobald der andere gezogen hat, wieder der Leger dran.

Im Team sitzen sich die Partner gegenüber. Ist einer der beiden leer, endet die Runde, und das Team bekommt die Punkte aus den Händen der beiden Gegner. Auf der Tafel trägt man ein Team als einen Namen ein, etwa „Anna & Ben“: Das Siegerteam bekommt „Sieger“, beim anderen Team wird zusammengezählt, was beide noch halten.

Und jetzt anschreiben

Namen eintragen, Runden anschreiben — die Tafel rechnet, die Kurzregeln stehen daneben.

UNO anschreiben

UNO gibt es seit 1971, heute bei Mattel.

Verwandte Anleitung: UNO Minuspunkte

Siehe auch: Mau-Mau

Alle Spiele auf der Punktetafel