Phase 10Spielregeln & Wertung
2–6 Spieler · bis Phase 10
Die zehn Phasen der Reihe nach, Kartenwerte von 5 bis 25, Rundenablauf und Wertung. Dazu die Master-Ausgabe und die wählbaren Konstellationen.
Auf den Tisch: Eigenes Deck, 108 Karten
Zählt zusammen, offline und ohne Konto.
Das Spiel in einem Absatz
Phase 10 ist ein Ablegespiel mit Auftrag: Jeder arbeitet sich durch zehn fest vorgegebene Phasen — erst zwei Drillinge, am Ende Fünfling und Drilling. Wer seine Phase in einer Runde nicht schafft, wiederholt sie; die Mitspieler ziehen derweil davon. Punkte gibt es auch, aber andersherum als gewohnt: Sie sind Ballast und entscheiden nur bei Gleichstand. Gespielt wird zu zweit bis zu sechst, erfunden 1982, heute bei Mattel.
Karten und Ablauf einer Runde
Das Deck hat 108 Karten: die Zahlen 1 bis 12 in vier Farben je zweimal, dazu acht Joker und vier Aussetzen-Karten. Jeder bekommt zehn Karten auf die Hand, der Rest ist Nachziehstapel, die oberste Karte daneben eröffnet den Ablagestapel.
Wer dran ist, zieht eine Karte — vom Stapel oder vom Ablagestapel — und wirft am Ende eine ab. Dazwischen darf, wer seine komplette Phase auf der Hand hat, sie offen vor sich auslegen. Wer ausgelegt hat, darf außerdem passende Karten an die ausgelegten Phasen aller Spieler anlegen und wird so seine Hand los. Die Runde endet, sobald jemand seine letzte Karte abwirft.
Die zehn Phasen
Ein Drilling sind drei Karten mit derselben Zahl, Farben egal — Zwilling, Vierling und Fünfling entsprechend. Eine Folge ist eine lückenlose Zahlenreihe, Farben egal. Bei „Karten einer Farbe“ zählt nur die Farbe, die Zahlen sind egal. Die Standard-Staffel:
- Phase 1 — zwei Drillinge
- Phase 2 — Drilling und Viererfolge
- Phase 3 — Vierling und Viererfolge
- Phase 4 — Siebenerfolge
- Phase 5 — Achterfolge
- Phase 6 — Neunerfolge
- Phase 7 — zwei Vierlinge
- Phase 8 — sieben Karten einer Farbe
- Phase 9 — Fünfling und Zwilling
- Phase 10 — Fünfling und Drilling
Die Reihenfolge ist streng: Ausgelegt werden darf immer nur die eigene, aktuelle Phase — auch wenn längst die Karten für eine spätere auf der Hand liegen. Wer auslegt, hat die Phase geschafft und spielt nächste Runde die nächste; wer nicht auslegt, probiert dieselbe noch einmal. So können die Spieler weit auseinanderliegen: Einer kämpft noch mit Phase 4, während eine andere schon Phase 8 sammelt.
Joker und Aussetzen
Der Joker ersetzt jede beliebige Zahl oder Farbe, auch mehrere Joker in einer Phase sind erlaubt — nur ganz ohne echte Karten geht es nicht. Einmal ausgelegt, bleibt er, was er ersetzt.
Die Aussetzen-Karte wird nicht gesammelt, sondern statt einer normalen Karte abgeworfen: Wer sie wirft, bestimmt, wer eine Runde lang aussetzt. Vom Ablagestapel ziehen darf man sie nicht.
Die Wertung
Wer die Runde beendet, schreibt null Punkte an. Alle anderen zählen, was sie noch auf der Hand halten:
- 1 bis 9 — je 5 Punkte
- 10 bis 12 — je 10 Punkte
- Aussetzen — 15 Punkte
- Joker — 25 Punkte (manche Auflagen zählen ihn 20 — vor der Partie einigen)
Auf der Tafel bekommt jede Zeile zwei Angaben: den Haken, wenn die Phase ausgelegt wurde, und die Handpunkte. Der Stand zeigt, in welcher Phase jeder steht — die Punkte laufen als Kleinzeile mit und werden erst wichtig, wenn es eng wird.
Wer gewinnt
Es gewinnt, wer zuerst Phase 10 auslegt. Schaffen es mehrere in derselben Runde, entscheiden die wenigsten Punkte über alle Runden. Steht es auch da gleich, sieht das Regelheft eine Revanche der Betroffenen vor — die Tafel spielt stattdessen eine Entscheidungsrunde mit allen — wer schon durch war, bleibt vorn; unter denen zählen die wenigsten Punkte.
Wem die volle Partie zu lang ist — sie dauert gern zwei Stunden —, spielt nur bis Phase 5 oder 7: Auf der Tafel ist die Schlussphase beim Anlegen der Partie wählbar.
Konstellationen und die Master-Ausgabe
Welche zehn Phasen gespielt werden, ist eine eigene Entscheidung: Neben der Standard-Staffel stehen auf der Tafel weitere Aufstellungen zur Wahl — die Staffel von „Phase 10 – Das Brettspiel“ (Ravensburger 2010, auch mit dem Kartenspiel spielbar), ein leichter Einstieg für gemischte Runden, nur Sätze, nur Folgen, ein Farbenspiel und eine gemeine Staffel für Geübte. Der Spielzettel neben dem Stand zeigt immer die gespielte Aufstellung, und an der Wertung ändert die Wahl nichts.
Die deutsche Master-Ausgabe (Ravensburger) bringt eine eigene, schwerere Phasenliste mit Farbenfolgen mit — auf der Tafel als Konstellation „Master“ wählbar. Ihr Heft wertet außerdem anders: jede Handkarte ein Punkt, egal welche. Dafür gibt es das Häkchen „Master-Wertung“ bei den Sonderregeln.
Und jetzt anschreiben
Namen eintragen, Runden anschreiben — die Tafel rechnet, die Kurzregeln stehen daneben.
Phase 10 anschreibenPhase 10 gibt es seit 1982, heute bei Mattel.